I Hired a Contract Killer
nach dem Film von Aki Kaurismäki
Regie: Bettina Bruinier
Bühne: Markus Karner
Kostüme: Justina Klimczyk
Musik: Oliver Urbanski
Henri Boulanger, ein unauffälliger Angestellter der Londoner Wasserwerke, erhält wegen der Privatisierung seine Kündigung. Und wie sein Chef ihm nüchtern mitteilt, müsse er, der Franzose, verstehen, dass beim Stellenabbau zunächst mit den Ausländern begonnen werde. Völlig aus den alltäglichen Abläufen gerissen, wird Henri bewusst, dass er über keine weiteren sozialen Bindungen verfügt. Seines gescheiterten Lebens überdrüssig beschließt er, sich dessen endgültig zu entledigen. Doch alle seine Selbstmordversuche scheitern kläglich, und so engagiert Henri einen Profikiller.
Aber kaum ist der Auftrag vergeben, begegnet Henri das Glück in Gestalt der Rosenverkäuferin Margaret. Durch die Liebe fasst er neuen Lebensmut, und es beginnt die Flucht vor dem eigens engagierten Killer ...
Pressestimmen
Mit vielen (...) Details und Einfällen sowie der wandlungsfähigen, unaufdringlichen Musik von Oliver Urbanski (zusammen mit Karl Wende immer mit auf der Bühne) zieht das Produktionsteam über das gesamte Stück ein Netz aus Humor und Ironie. Münchner Merkur, Simone Dattenberger
(Die) nicht wirklich funktionierende Selbstmordvariante ist eine von vielen hübschen Ideen, die Bettina Brunier für "I hired a contract killer" erfunden hat. Ihre Inszenierung im Volkstheater macht aus dem 20 Jahre alten Kultfilm von Aki Kaurismäki ein kühl abstrahiertes Großstadtmärchen. Abendzeitung, Gabriella Lorenz
Das Filmdrehbuch kommt mit drei, vier Seiten Dialog aus, der Rest ist szenische Beschreibung. Das nutzt Brunier für eine letzlich komplett sinnlose Elegie, doch sie schafft damit einen wunderschönen Wachtagtraum. Süddeutsche Zeitung, Egbert Tholl
Schulmaterial
Premiere am 19. März 2010