Zur Spielzeit 2009/2010
von Christian Stückl
September 2009
„Kommt, kommt, setzt Euch, rührt Euch nicht! Ihr geht nicht, bis ich Euch den Spiegel zeige, worin Ihr Euer Innerstes erblickt …“, so spricht Hamlet zu seiner Mutter. Ein hoher Anspruch – den Spiegel zeigen, wo wir unser Innerstes erblicken – und dennoch ist die Suche nach dem Innersten die Triebfeder unserer Arbeit, die Triebfeder eines jeden Autors, Regisseurs oder Schauspielers. Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt? schrieb Büchner 1834 an seine Braut und so ließe sich von jedem unserer diesjährigen Spielzeitautoren ein Zitat der Suche finden. Und so machen wir uns auch in dieser Spielzeit mit acht neuen Inszenierungen auf den Weg, auf die Suche, und ich möchte Ihnen, liebe Freunde des Münchner Volkstheaters, zurufen: Kommt! Kommt und setzt Euch! Es ist mir eine große Freude, dass wir in der letzten Spielzeit über 100.000 Zuschauer in unser Theater locken konnten und wir, das ganze Volkstheaterteam, würden uns sehr freuen, wenn Sie uns treu bleiben und auch weiterhin begleiten würden.
Im Namen aller Mitarbeiter des Münchner Volkstheaters
Christian Stückl

Fotografie: Gabriela Neeb