Münchner Volkstheater

Die Orestie
von Aischylos

Regie: Christine Eder
Bühne: Monika Rovan
Kostüme: Annelies Vanlaere

Die Orestie ist die einzig vollständig erhaltene Tragödientrilogie des antiken griechischen Theaters. Der Dichter gestaltete darin einen seit Jahrhunderten allgemein bekannten Mythos um das fluchbeladene Geschlecht der Artriden zugleich als Familiendrama.

König Agamemnon kehrt aus dem trojanischen Krieg zurück. Der Krieg ist vorbei, findet jedoch in der eigenen Familie seine Fortsetzung: Klytaimnestra ermordet ihn mit eigener Hand kurz nach seiner Rückkehr. Sie rechtfertigt ihre Tat durch den von Agamemnon veranlassten Opfertod ihrer Tochter Iphigenie, um Schutz für seine Kriegsflotte zu erwirken. Aigisthos, der Geliebte Klytaimnestras, erklärt sich nun zum neuen Herrn von Argos.

Als der Königssohn Orest bei seiner Heimkehr von all dem durch seine Schwester Elektra erfährt, beschließen die Geschwister den Mord an Agamemnon zu rächen. Orest tötet auf ähnlich grausame Weise Klytaimnestra und ihren Geliebten und wird daraufhin von den Rachegeistern seiner Mutter, den Erinnyen, verfolgt. Schutzsuchend flieht er zum Orakel nach Delphi, wo sich Apollon seiner annimmt. Er verspricht ihm, dass er in Athen durch einen Richterspruch von seiner Blutschuld erlöst werde. In Athen vor dem Aeropag des Volkes, der über die Tat des Orest zu richten hat, greift die göttliche Gerechtigkeit lösend in den Konflikt ein. Das eigens dafür eingesetzte ewige Weltgericht spricht Orest schließlich frei. Am Ende der Trilogie werden die alten Gesetze der Blutrache abgelöst. Aischylos beschreibt hier den Übergang vom Blutsrecht zum Staatsrecht und damit die Gründung der modernen Demokratie.

Pressestimmen
Schauspielerisch ist der Abend eine Fest des Ensemble an der Briennerstraße
Donaukurier

Die Inszenierung ist bildgewaltig, kraftvoll und entfaltet mit wenigen Requisiten diese Geschichte... diese Orestie funktioniert auch wegen der jungen Schauspieler, die sich mit Lust kopfüber in den Aischylos Text stürzen. Jeder der sieben, die permanent auf der Bühne stehen, übernimmt mehrere Rollen. Respekt für diese Ensembleleistung, zu der einige besonders beitragen. Münchner Merkur

Schulmaterial

Premiere am 22. Januar 2010
19.30 Uhr bis 21.05 Uhr

Karten für

Mitwirkende

Mareile Blendl, Jean-Luc Bubert, Justin Mühlenhardt, Kristina Pauls, Barbara Romaner, Robin Sondermann, Xenia Tiling