Saša Stanišić

Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad als Sohn einer Bosniakin und eines Serben geboren. Kurz nach der Besetzung Višegrads während des Bosnien-Kriegs 1992 flüchtete er mit seinen Eltern zu einem Onkel nach Deutschland.

Stanišić besuchte in Heidelberg die Internationale Gesamtschule, wo sein schriftstellerisches Talent entdeckt und gefördert wird. Nach seinem Abitur im Jahr 1997 absolvierte Stanišić an der Universität Heidelberg ein Studium in Deutsch als Fremdsprache und Slawistik und arbeitete als Teaching Assistant an der Bucknell University im US-amerikanischen Lewisburg (Pennsylvania).

Bereits während seines Studiums begann er mit dem Verfassen deutschsprachiger poetischer Texte, Essays und Kurzgeschichten, die seit 2001 in mehreren Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht werden. Das autobiografisch gefärbte Werk "Was wir im Keller spielen" erhielt in Klagenfurt den Kelag-Publikumspreis.

Sein Debütroman "Wie der Soldat das Grammofon repariert" (2006) fand großen Anklang in der Presse und erschien als Übersetzung in zahlreichen Ländern, unter anderem in den USA, in Großbritannien, in Israel und in Korea. 2006/07 war Stanišić der Stadtschreiber von Graz. 2008 wurde er mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis und dem Förderpreis zum Heimito von Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet. 2014 erhielt Stanišic den Preis der Leipziger Buchmesse für seinen zweiten Roman "Vor dem Fest".

Für seinen zuletzt erschienenen Roman "Herkunft" wurde der Autor mit dem Deutschen Buchpreis 2019 ausgezeichnet. Stanišić schreibt Prosa, Hörspiele, Satire und betreibt ein literarisches Blog. Für die Zeitschrift U_mag schreibt er regelmäßig eine Kolumne. Heute lebt und arbeitet er in Hamburg.

 

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