Witold Gombrowicz

Witold Gombrowicz wurde am 4. August 1904 in Małoszyce geboren. Auf den Autor wurde man 1937 durch den grotesken Roman Ferdydurke aufmerksam, der wie das avantgardistische Schauspiel Yvonne, die Burgunderprinzessin (1935, UA 1957) kulturelle und sittliche Schablonen und Stereotype entlarvte. Mit seinem realistischen-poetischen Programm wurde Gombrowicz nach 1956, dem Ende des Stalinismus in Polen, einer der wirkungsmächtigsten intellektuellen Dramatiker im Land. Auf einer Argentinienreise wurde er vom Kriegsausbruch überrascht. Er blieb dort im Exil, arbeitete als Bankangestellter und Zeitschriftenjournalist. 1963 gelangte Gombrowicz als Ford-Stipendiat nach Berlin und über Paris 1964 nach Vence.
In seinen Publikationen behandelt Gombrowicz mit skurrilem Humor sein zentrales Motiv des unreifen Menschen „als körperliche Gegenwart“ unter einem Formdiktat. In den 1960ern setzte sich Gombrowicz, nicht zuletzt aufgrund eigener Übersetzungen ins Spanische, international durch. Er verstarb am 24. Juli 1969 in Vence.