Das Foto zeigt das Münchner Volkstheater von außen

Jagdszenen (aus Niederbayern)

von Martin Sperr

Der junge, homosexuelle Mechaniker Abram verlässt die Stadt und kehrt zurück in das Dorf, wo auch seine Mutter lebt. Doch diese möchte nichts von ihm wissen, sie leugnet ihn, um ihre eigene Existenz im Dorf zu sichern. Für einige Dorfbewohner ist er jedoch der willkommene Sündenbock, um von ihren eigenen Verfehlungen und Sünden abzulenken. Im Dorf herrscht ein Klima der Intoleranz gegenüber jeglicher Andersartigkeit. Abram glaubt, indem er sich mit der jungen Tonka, die als Dorfhure diffamiert wird, liiert, akzeptiert zu werden. Doch als er dem jungen, an einer Neurose leidenden Rovo zu nahe kommt, beginnt die unbarmherzige Hatz auf ihn. Alle Figuren bei Sperr kämpfen um ihren Platz in der Gemeinschaft mit den härtesten Mitteln und beweisen damit, dass man sich scheinbar immer nur selbst der Nächste ist.

Hausregisseur Philipp Arnold inszeniert den Klassiker "Jagdszenen aus Niederbayern" von Martin Sperr, der erste Teil der "Bayerischen Trilogie", mit dem der Schauspieler und Autor 1966 auf einen Schlag berühmt wurde und ihn in eine Reihe mit Büchner, Horvath und Fleißer stellte.

 

Premiere am
Premiere So 24 Apr 2022
19:30 Uhr Bühne 1