Ein Foto aus der Inszenierung "Mein Leben in Aspik"
Ein Foto aus der Inszenierung "Mein Leben in Aspik"
Ein Foto aus der Inszenierung "Mein Leben in Aspik"

Mein Leben in Aspik

nach dem Roman von Steven Uhly in einer Fassung von Friederike Drews

Familie ist Wärme, Familie ist Groteske: Chaos, Täuschung, Abgrund. Erinnerungen an eine Kindheit, die geprägt ist von den Erzählungen der Großmutter. Highlights: die Gutenachtgeschichten der Oma, gespeist aus fantasievollen Mordplänen an ihrem Mann. Auf einmal aber ist der Opa wirklich tot und die Erzählungen der Großmutter wenden sich anderen Männern zu. Kriegsgefangene und Kriegsverbrecher... ferne Schatten, die durch Ruinen geistern. Rätsel tun sich auf, Fragen über Fragen, das Schweigen der eigenen Mutter, eine neue Schwester, Kreuzberg, die 80er Jahre, West-Berlin. Was als harmlose Familienhistorie beginnt, enthüllt sich über Umwege und Irrwege als Suchspiel rund um eine aberwitzige Biographie. Jede Frage nach den eigenen Wurzeln führt nur weiter ins verborgene Vergangenheitslabyrinth. Dort, im Dunkel der Lügen und der Zeit, bleibt dem Erzähler nichts anderes übrig, als die endlose Reihe von Tabubrüchen fortzusetzen und die Verstrickungen der Generationen ins Ultimative fortzuführen. Hauptsache, alles bleibt in der Familie.

In seinem Roman "Mein Leben in Aspik" überzeichnet Steven Uhly die Abgründe eines fiktiven Clans. Söhne, Schwestern, Mütter, Großmütter und Vorväter erzählen von Perspektiven aufs andere Geschlecht und von den Grenzen unserer toleranten Gesellschaft. Die Fragen nach dem Ich und nach den versteckten Ästen unserer Stammbäume öffnen den Blick auf vererbte Traumata, auf eine lügendurchtränkte westdeutsche Gesellschaft und unsere eigene Unfreiheit.

1 Stunde 15 Minuten, keine Pause
Premiere am
Mi 03 Mai 2023
18:00 Uhr Bühne 3
Do 04 Mai 2023
17:00 Uhr Bühne 3
Do 04 Mai 2023
20:30 Uhr Bühne 3
Deutsches Theater Berlin
Bühne Ev-Simone Benzing
Kostüme Henrike Huppertsberg
Licht Heiko Thomas
Dramaturgie Bernd Isele
Musik und Sounddesign Malte Preuss

Besetzung

Simon Brusis, Susanne Jansen
Pressestimmen

"Selten sieht man so ideenreich virtuos mit Masken, Vorhängen und Gesten spielen, wie Susanne Jansen und Simon Brusis es hier tun, während sie durch sechs, sieben Rollen jonglieren. Ein Fest." – Berliner Zeitung