Das Foto zeigt eine Frau in grüner Kleidung, die einen Leuchtstab hält.
Anne Stein
Das Foto zeigt drei Personen mit Tiermasken, die auf einem Podest sitzen.
Jakob Immervoll, Maral Keshavarz, Mara Widmann
Das Foto zeigt mehrere Personen mit Tiermasken, die angespannt in einer Richtung schauen.
Anne Stein, Mara Widmann, Jonathan Müller, Jakob Immervoll, Maral Keshavarz
Das Bild zeigt einen Mann an einem Küchentisch.
Jonathan Müller
Das Foto zeigt drei Personen, die sich an den Händen halten. Zwei von ihnen tragen Tiermasken.
Anne Stein, Mara Widmann, Jakob Immervoll

Unser Fleisch, unser Blut (UA)

von Jessica Glause und Ensemble

In den meisten Industrienationen liegt der Fleischkonsum seit Jahrzehnten relativ konstant auf hohem Niveau. In Deutschland werden jährlich fast 60 Kilogramm pro Person gegessen. Doch kaum jemand weiß, wie ein Schlachthof von innen aussieht, wie die Tiere zuvor gehalten wurden und manch einer weiß kaum mehr, welches Teil vom Tier er da gerade genau verzehrt. Fleisch wird konsumiert, aber über die Tötung der Tiere, auch über die Verantwortung, darüber wird geschwiegen. Aus Interviews mit Menschen, die mit der Fleischproduktion zu tun haben, machen Jessica Glause und Team einen Abend gegen das Verdrängen. Die daraus entstandenen fiktionalen Figuren Metzger, Tierärztin, Koch und zwei Bäuerinnen vertreten kaleidoskopartig verschiedene Positionen. Und stoßen dabei auch an ihre Grenzen: Können die Produzent*innen und wir Konsument*innen überhaupt Einfluss nehmen im Kreislauf unseres neoliberalen Systems? Und was sagen eigentlich die Tiere selbst dazu? Oder frisst einer immer nur den Anderen?

1 Stunde 30 Minuten, keine Pause
Einsatz von Stroboskoplicht
Premiere am
Bühne & Kostüme Mai Gogishvili
Komposition Joe Masi
Live-Musik Joe Masi
Dramaturgie Katja Friedrich
Licht David Jäkel
Trailer
Pressestimmen

"Eine tolle, ideenreiche Show, die bestimmt keine Lust auf Fleisch, aber auf mehr Theater in diesem Raum macht." (Abendzeitung)

"Der technische Effekt, den Mai Gogishvili mit den Hubpodien des zweiten variablen Bühnenraums feiert, setzt einen massiv bedrohlichen Gegenpunkt zur Glause-typischen, bonbonbunt tiefironischen und bis zur Überdrehung verspielten neunzigminütigen Show zwischen unschuldig Tierischem und barbarisch Menschlichem." (FAZ)

"Das allein aufgrund seiner Frische, Energie und feinsinniger Detailgenauigkeit großartige Ensemble reißt einen sofort hinein ins gigantische Problemfeld Tiere-Essen." (Münchner Merkur)