Kroniek oder wie man einen Toten im Apartment nebenan für 28 Monate vergisst
von Florian Fischer Regie: Florian Fischer
Bühne: Maarten van Otterdijk
Kostüme: Jean Paul Lespagnard
Dramaturgie: Koen Haagdorens, Koen Tachelet
Ton: Christoph De Boeck

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Es stehen momentan leider keine Termine fest.

Große Bühne
In flämischer Sprache mit deutschen Untertiteln
90 Minuten

2005 wurde in Genf der Körper von Michel Christen gefunden. In seinem eigenen Zuhause und seit 28 Monaten tot. Niemand hatte ihn vermisst oder nach ihm geschaut, obwohl er Nachbarn, Freunde und Verwandte hatte, einer Behandlung beim Arzt unterlief und bei den städtischen Sozialdiensten registriert war. Für beinahe zweieinhalb Jahre lag Michel Christen tot vor dem Sofa seines Einzimmerappartments. Alles was von ihm übriggeblieben ist waren: Knochen, Haare, Zähne.
Michels Schicksal, das kein Einzelfall ist, war der Startpunkt für diese Aufführung. Sie unternimmt den eklektischen Versuch einer Kontemplation über die Einsamkeit des Sterbens und die Möglichkeit der Bühne darüber zu sprechen.
Der Instagram account eendodeman begleitet das Projekt als ein digital memorial für einen Vergessenen.

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung

Pressestimme

"Fischer zieht alle Register, inszeniert eklektisch und begibt sich auf die Suche: zwischen konzeptuell und unmittelbar, sinnlich und hermetisch, poetisch und kontrovers. Kroniek ist die Collage einer Geschichte, die kein Gesamtbild zeichnen will und keine Schlussfolgerungen zulässt." Der Standard

 

Besetzung

Bert Luppes
Oscar Van Rompay
Charlotte Vanden Eynde