Der Diener zweier Herren
von Carlo Goldoni Regie: Christian Stückl
Bühne & Kostüme: Stefan Hageneier
Musik: Tom Wörndl
Koproduktion Burgtheater Wien & Ruhrfestspiele Recklinghausen
Große Bühne
2 Stunden 30 Minuten, eine Pause

Zwei Liebespaare, die das Schicksal auseinander gerissen hat, müssen einander wiederfinden. Beatrice, eine junge Frau aus Turin, streift dafür Hosen über und mischt bewaffnet die Männerwelt Venedigs auf. Truffaldino, ein hungerleidender Gelegenheitsdiener, sucht sich angesichts seiner prekären Lage einen zweiten Herrn. Und im Hintergrund machen die ehrbaren Kaufmänner Geschäfte, undurchsichtiger als das Wasser in der Lagune. Ihre Macht hat die Republik Venedig im Jahre 1747 längst verloren. Doch sie sonnt sich weiter im alten Glanz, hält sich noch immer für den Mittelpunkt der Welt – nicht nur im Karneval. Die Venezianer, hingerissen von Goldonis virtuosem Sprach- und Spielwitz, übersahen, wie demaskierend der Spiegel war, den der junge Advokat ihnen vorhielt: dass Truffaldino, der Knecht, den sie prügeln, ein Meister des „Arrangements“ ist und seine Herrschaften lenkt wie Puppen, dass ihre preziösen Existenzen nicht mehr Halt haben als ein paar Teile feinen Porzellans auf einem schlingernden Tablett.

 

Regiefassung des Burgtheaters unter Verwendung der Übersetzung von Jürgen Flimm und Marina Wandruszka (Aufführungsrechte Jussenhoven&Fischer) und der Übersetzung von Werner Buhss (Aufführungsrechte Henschel Verlag)

 

Besetzung

Pantalone de' Bisognosi
Peter Simonischek
Clarice, seine Tochter
Irina Sulaver
Dottore Lombardi
Johann Adam Oest
Silvio, sein Sohn
Christoph Radakovits
Beatrice aus Turin, verkleidet als Federigo Rasponi
Andrea Wenzl
Florindo Aretusi aus Turin, ihr Liebhaber
Sebastian Wendelin
Brighella, ein Gastwirt
Hans Dieter Knebel
Smeraldina, Clarices Zofe
Mavie Hörbiger
Truffaldino, erst Beatrices, dann Florindos Diener
Markus Meyer
Luigi, ein Kellner
Stefan Wieland