Thorsten Nagelschmidt
Arbeit

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Kleine Bühne

In einem Kreuzberger Hostel beginnt Sheriff seine Nachtschicht und fühlt sich mal wieder wie ein schlecht bezahlter Sozialarbeiter. Im Späti nebenan erlebt Anna den dritten Überfall in diesem Jahr. An der Tür vom Lobotomy steht Ten und realisiert, dass ihm seine junge Familie durch die vielen Nachtschichten komplett zu entgleiten droht. Außerdem: Eine idealistische Notfallsanitäterin, eine belesene Pfandsammlerin und ein Drogendealer mit Zahnschmerzen, der sich fragt, ob er Freunde hat oder nur noch Stammkunden.

Thorsten Nagelschmidt hat mit "Arbeit" einen großen Gesellschaftsroman über all jene geschrieben, die nachts wach sind und ihren Job erledigen, während Studenten und Touristen feiern. Temporeich erzählt er von zwölf Stunden am Rande des Berliner Ausgehbetriebs und stellt Fragen, die man beim dritten Bier gerne vergisst: Auf wessen Kosten verändert sich eine Stadt, die immer jung sein soll? Für wen bedeutet das noch Freiheit? Und wer macht hier später eigentlich den ganzen Dreck weg?

Pressestimmen

"Musik, Fotografie, Literatur, Kunst … Nagel kann alles. Es macht mich krank.“ (John Niven)