Die Präsidentinnen
von Werner Schwab Regie: Abdullah Kenan Karaca
Bühne & Kostüm: Sita Messer
Dramaturgie: Caroline Schlockwerder
Premiere am
25. Oktober 2015
Kleine Bühne
1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

Liveübertragung der Papstmesse im Fernsehen. Um diesem heiligen Moment beizuwohnen, treffen sich die drei alternden Putzfrauen Erna, Grete und Mariedl. Jammernd ergeht sich Erna über ihr Schicksal, Mutter eines sich der Fortpflanzung verweigernden Alkoholikers zu sein. Grete dagegen trauert dem Schwinden ihrer sexuellen Reize nach. Zufrieden mit ihrem Schicksal ist allein das fromme Mariedl. Als Klofrau hat sie ihr Weltbild zum Beruf gemacht. Sie wühlt im Schmutz der anderen herum, „um in die Wirklichkeit hineinzuschauen“. Aber jetzt wird unter dem Festsaal des Lebens abgerechnet mit Kindern, Küche, Kirche. Jetzt quasseln und schwadronieren sie sich durch ihr verkorkstes Leben. Sie lassen die Gespenster ihres Lebens aufmarschieren und werden schließlich von ihnen massakriert. Je mehr sie reden, je mehr Lebensschmutz sie aufwirbeln, desto tiefer sinken sie hinab in einen Sumpf aus Selbstmitleid, Größenwahn und Schuld. „Die Präsidentinnen“ ist das erste Stück des früh verstorbenen Österreichers Werner Schwab. 

Pressestimmen

Unerwartet spannend wars’s – und beinahe ebenso tragisch wie komisch.
Sueddeutsche Zeitung

Karaca vertraut dem Text und seinen Schauspielern – und schafft so einen kleinen Abend voll großer Momente.
Applaus

 

Besetzung