Kurze Interviews mit fiesen Männern
nach David Foster Wallace Regie: Abdullah Kenan Karaca
Kostüm: Elke Gattinger
Dramaturgie: Rose Reiter

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Premiere am
16. Dezember 2018
Kleine Bühne
1 Stunde 50 Minuten, keine Pause

Unermüdlich kreisen die Männer in David Foster Wallace' 1999 erschienenem Erzählband um sich selbst und reden sich dabei um Kopf und Kragen. In fiktiven Interviews offenbaren sie Bedürfnisse und geheime Fantasien, erzählen von ihren Beziehungen zu Frauen, der Angst (weiblichen) Erwartungen nicht gerecht zu werden genauso wie von brutalen Machtspielen und gewissenlosen Aufreiß-Taktiken. Geständnisse voll nagender Selbstzweifel stehen neben überheblichem Geschwätz und Männlichkeitswahn, provozieren Verständnis und Abscheu zugleich. Mit beißendem Zynismus zeichnet Wallace ein Psychogramm hochneurotischer, selbstreflexiver Männer, das tief in einen panischen Kampf um Souveränität blicken lässt.

Pressestimmen

''Diesen toll gespielten fiesen Männern hört man doch mit einigem Grauen gespannt zu.'' (AZ)

''So sind die stärksten Momente der Inszenierung jene, in denen Abdullah Kenan Karaca die Widersprüchlichkeit der männlichen Selbstbilder schonungslos offenlegt.'' (Süddeutsche Zeitung)

''Bühnenbildner Vincent Mesnaritsch errichtete sehr klug durchdacht einen vielseitig nutzbaren, langen, schmalen Raum, mit knappen Beleuchtungsmitteln effektvoll illuminiert und mit durchsichtigen Material von den flankierend angeordneten Sitzreihen getrennt.'' (Münchner Merkur)

''Es sind solche Verstörungen, die diese "kurzen Interviews" am Münchner Volkstheater so nachdenkenswert machen und sie über jene Erkenntnis heben, die uns wieder einmal erzählt, dass noch in den fiesesten Männern einst eigentlich ganz nette Jungs steckten.'' (BR)