Nathan der Weise
von Gotthold Ephraim Lessing Regie: Christian Stückl
Bühne & Kostüme: Stefan Hageneier
Musik: Tom Wörndl
Dramaturgie: David Heiligers
Premiere am
24. Januar 2015
Große Bühne
3 Stunden, eine Pause

Als Nathan, ein wohlhabender Jude, von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass seine Tochter Recha dank eines christlichen Tempelherrn vor dem Feuertod bewahrt wurde. Daja, gläubige Christin und Gesellschafterin in seinem Hause, sieht darin ein göttliches Wunder. Recha und ihr junger Retter verlieben sich, doch Nathan hat zunehmend Vorbehalte. Indes gehen Sultan Saladin, dem muslimischen Herrscher der Stadt, die Gelder aus, die er für eine Fortsetzung des Krieges mit den Katholiken benötigt. Er befolgt den Ratschlag seines Bruders Melek und lässt Nathan zu sich rufen. Bevor er diesen um ein Darlehen bittet, stellt er ihm die Frage nach der wahren Religion. Nathan hilft sich mit einem schlauen Einfall und erzählt Saladin ein Märchen: die Ringparabel.

Lessings Drama spielt in Jerusalem, der Stadt der Weltreligionen, zur Zeit der Kreuzzüge. Es zeigt die Verwandtschaft von Judentum, Christentum und Islam und handelt von der Idee einer aufgeklärten Humanität. Nathan der Weise erzählt von religiösem Fanatismus und proklamiert das Prinzip friedliebender koexistierender Religionen in einer toleranten Gesellschaft.



Pressestimmen

Christian Stückl reduziert Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ aufs Wesentliche – und gewinnt damit auf ganzer Linie.
Welt kompakt

Lessings „Nathan der Weise“ ist das Stück der Stunde. Christian Stückl hat es mit Feingefühl und Respekt am Münchner Volkstheater inszeniert.
Süddeutsche Zeitung

 

Besetzung

Saladin
Melek
Nathan
Recha
Daja
Tempelherr
Al-Hafi
Patriarch
Klosterbruder