"Der Abend ist also anstrengend, aber es ist eben auch eine große Kunst, wie Nolting alles gleichzeitig ablaufen lässt, die doofen Kalauer und das stille Reflektieren, den actionhaltigen Trash und die ernsthafte Überlegung, was eigentlich die eigenen Großeltern vor 1945 gemacht haben." – nachtkritik.de
"Das laute Performance-Tohuwabohu erweist sich als Strategie Noltings, um die Nerven weichzuklopfen, auf dass die daraufhin in aller Ruhe verhandelten Sünden der Vergangenheit umso eindringlicher in die Köpfe eindringen. Im Grunde ist auch das eine Form von Gehirnwäsche, aber im Dienste eines Agitprop-Theaters, das nicht nur Anklage sein will, sondern auch von der Aktivierung des Publikums und beherzten Taten träumt." – Abendzeitung
"Der Regisseur, der sich hier selbst anklagt, macht den entscheidenden gedanklichen Schritt. Er trennt die Schuldfrage nicht mehr sauber von sich. Er ist Elektra, er ist aber auch Susanne Klatten. [...] Nolting und Boiten gelingt eine kluge und zunehmend radikale Fortschreibung des antiken Schuldmotivs in die deutsche Gegenwart." – taz