Echtzeitalter

nach dem Roman von Tonio Schachinger

Till ist neu auf der weiterführenden Schule, einem traditionsreichen Gymnasium. In dem elitären Umfeld versucht er, den pädagogischen Maßnahmen seines aus der Zeit gefallenen Klassenlehrers, dem Dolinar, zu entgehen, der ausschließlich auf Reclamhefte und drakonische Strafarbeiten setzt. Die Klassengemeinschaft entwickelt über die Jahre hinweg einen kreativen Umgang mit der verstaubten Lehrkraft und flüchtet sich in umliegende Kneipen oder die Raucherecke. Till, der wenig Lust hat, diese Erlebnisse mit seiner alleinerziehenden Mutter zu teilen, findet zusätzlich im virtuellen Raum Zuflucht. Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten beim Computer-Strategiespiel "Age of Empires 2" lassen ihn zu einem der zehn besten Spieler der Welt aufsteigen – ein Erfolg, der weder vom Dolinar noch von seiner Mutter wertgeschätzt wird. In dieses verkorkste Teenagerleben treten plötzlich zwei Mädchen, die Till zeigen, dass man sich gegen das konservative System wehren kann und dass das Leben mehr als Schule und Computerspiele bereithält.

Mit seinem Roman, für den er 2023 den Deutschen Buchpreis erhielt, liefert der österreichische Autor Tonio Schachinger eine einfühlsame Coming-of-Age-Geschichte und eine scharfsinnige Gesellschaftsstudie. Die harmlose Teenager-Perspektive kratzt mit viel Witz an der elitären Fassade des Bildungsbürgertums und fragt, wie viel Tradition beim Erwachsenwerden eigentlich förderlich ist.

2 Stunden, keine Pause
Deutsche Erstaufführung in einer Fassung von Jan Friedrich
Premiere am
Sa 09 Mai 2026
19:30 Uhr Bühne 1
Fr 29 Mai 2026
19:30 Uhr Bühne 1
Fr 05 Jun 2026
19:30 Uhr Bühne 1
Mi 10 Jun 2026
19:30 Uhr Bühne 1
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Bühne und Kostüme Max Schwidlinski
Lichtdesign Anton Burgstaller
Dramaturgie Nicholas Zöckler
Regieassistenz Josephine Hacke, Dominik Artur Poczta
Bühnenbildassistenz Ellen Schäfer
Kostümassistenz Felix Lindner
Pressestimmen

"'Echtzeitalter' macht Spaß. Und trifft mit manchen Sätzen in Hirn und Herz. Es zeigt eine leicht lakonische, dennoch liebevolle Sicht auf Kindheit und Jugend, auf das Ausprobieren, auf die großen Gefühle, auf das Scheitern. Und auf all das, was im Nachhinein so viel an Bedeutung verliert, obwohl es doch mal die Welt war." – nachtkritik.de

Auf dem Blog

Hinweis zur Inszenierung

Auf der Bühne kommt es zum Einsatz von Kräuterzigaretten.