Das Foto zeigt das Münchner Volkstheater von außen

Pussy Sludge (DSE)

von Gracie Gardner, Deutsch von Maria Milisavljević

Pussy Sludge passt so gar nicht in eine Gesellschaft, die sich über Normen und Tabus definiert. Aus ihrer Vulva sprudelt Rohöl. Tief im Nationalpark ölt sie in einen Sumpf aus ihrem eigenen Matsch. In diesem Sludge schlummert eine ungeheure Kraft, die Raum fordert. Doch es dringen immer mehr skurrile Erscheinungen in den Rückzugsort ein. Ihre Mutter will sie mit einem Konservendosenmanager verkuppeln. Ein übereifriges Girl-Scout will eine Touristenattraktion aus ihr machen. Und die dauerbekifften Parkranger haben sie im Visier. Alle sind sich selbst am nächsten, haben aber trotzdem eine klare Vorstellung davon, wie Pussy Sludge ihr Leben zu führen hat. Deren Bedürfnisse verlieren sie dabei komplett aus den Augen. Nur Courtney weckt Hoffnung, als sie zu ihr in den Sludge gleitet. Aber schon bald beginnt es bedrohlich zu rumoren und Pussy Sludge steht im entscheidenden Moment allein da.

In einem surrealen Trip treffen Figuren von berührender Zart- und Überdrehtheit aufeinander, die im Ringen mit den eigenen Identitätskrisen nach Nähe suchen. Unverblümt und voll skurrilem Witz hinterfragt Gracie Gardner Rollen- und Körperbilder, soziale Ängste und Erwartungshaltungen.

Premiere am
Regie Mirjam Loibl
Bühne Thilo Ullrich
Kostüme Anna Maria Schories
Dramaturgie Bastian Boß
Licht David Jäkel

Besetzung

Pussy Sludge Henriette Nagel
Courtney / Josephine Anne Stein
RJ / Sebastian Lukas Darnstädt
Becca / Adam Lorenz Hochhuth