Van Looferen zeigt das Video auf gebogenen Wänden, passend zum Gender-bending, nichts soll "straight" bleiben. Während die Körper im Video mit sicherem Abstand und durch die Kamera in Erscheinung treten, begegnen wir ihnen in der Performance direkt – Eye to Eye, von Angesicht zu Angesicht.
Eingeläutet wird die Performance von dem hohlen Klang und der Kerbe, die ein stumpfer Metallkörper auf poliertem Kunstharz hinterlässt. Immer wieder schlagen Van Looveren auf eine Überlebensgroße Maske ihres Abbildes ein. Ihre Haut schimmert zart vom Schweiß der gewaltsamen Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Form. Metallschellen, die die Füße zum tänzeln zwingen deformieren dabei Van Looferens Körper genauso schmerzhaft-lustvoll wie sie ihre Maske demolieren. "Wir stecken alle in unseren Körpern fest, das heißt, wir stecken in einem Raster widersprüchlicher Vorstellungen darüber, was diese Körper bedeuten, wozu sie fähig sind und was sie tun dürfen oder nicht", schreibt Olivia Laing in "Everybody" (2021). Unsere Körper setzen uns auf dramatische Weise einer Reihe von Privilegien und Vorurteilen aus. Die Rhetorik von White Supremacy, Frauenfeindlichkeit und LGBTIQAP+ Diskriminierung zwingt unseren Körpern immer wieder die Vorstellung auf, dass einige Arten von Körpern richtiger, wichtiger, wertvoller sein sollten als andere.