Ketan Bhatti
Ketan Bhatti, geboren 1982, ist ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Genre- und Kulturwelten. Seine Arbeiten reichen von zeitgenössischer Kammermusik über experimentelles Musik- und Tanztheater, Bühnen- und Filmmusik bis zu elektronischen, Hip-Hop-basierten Produktionen.
Als Komponist von Bühnenmusik arbeitet er seit 2003 mit seinem Bruder Vivan Bhatti regelmäßig für Inszenierungen von Nuran David Calis und seit 2017 für Adrian Figueroa an großen deutschsprachigen Theaterhäusern (u.a. Deutsches Theater Berlin, Schauspiel Köln, Staatstheater Hannover, Düsseldorfer Schauspielhaus) sowie für die internationalen Break Dance Shows der Flying Steps. Ihre Musiktheaterstücke befassen sich mit gesellschaftlicher Heterogenität in der postmigrantischen Wirklichkeit und wurden u.a. an der Staatsoper Hannover, der Neuköllner Oper und der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin (ur-)aufgeführt.
Bhattis Werke wurden von Ensembles wie LUX:NM, Ensemble Resonanz und Ensemble Reflektor auf Festivals wie dem Jazzfest Berlin und den Wittener Tagen für Neue Kammermusik präsentiert. 2013 gründete er mit Cymin Samawatie das Trickster Orchestra, das mit dem Deutschen Jazzpreis (2022), dem tonali award (2022) und dem WDR Liminal Music Prize (2025) ausgezeichnet wurde.
Bhatti war Stipendiat des Deutschen Musikrats, des Berliner Senats und der Kulturakademie Tarabya. 2023 erhielt er den GEMA-Autor*innenpreis für Interkulturelle Komposition, 2025 den Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis. Mit seinem Bruder erschien das Album "Flying Pictures at an Exhibition" bei Sony Classical. Nach der Oper "Berlin Alexanderplatz" folgte 2024/25 "Der Rote Wal" an der Staatsoper Stuttgart. 2025 war Bhatti Fellow des Beethovenfests Bonn, wo seine Musiktheateradaption der Odyssee uraufgeführt wurde.
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