Heiki Riipinen (geb. 1990) ist ein norwegisch-dänisch-finnischer Theatermacher und Regisseur, der zwischen Berlin und Porsgrunn lebt und arbeitet. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Schauspiel von der Norwegian Theatre Academy (2015) und einen Master-Abschluss in Regie von der Danish National School of Performing Arts (2023). Seine Arbeit bewegt sich zwischen Theater und Performance und untersucht häufig die Beziehung zwischen Bildgestaltung, Identität, Begehren und kollektiver Vorstellungskraft.
Riipinen ist mit dem Berliner Ensemble assoziiert, wo er "INSOMNIA" (2023), "Hedda" (2024) und "Das Bildnis des Dorian Gray" (2026) inszeniert hat. In seinen Inszenierungen greift er häufig kanonische Texte und kulturelle Mythen auf und beleuchtet sie aus zeitgenössischen Perspektiven zu Gender, Macht und Repräsentation. Neben seiner Arbeit in Deutschland führte er unter anderem Regie bei "The Rocky Horror Show" am Oslo Nye Teater und entwickelte eigenständige Projekte, die europaweit präsentiert wurden.
Als Mitbegründer des Performance-Kollektivs by Proxy war er künstlerischer Leiter des Teater Momentum in Dänemark und Artist in Residence am Theater Freiburg in Deutschland. Zwischen 2015 und 2020 schuf das Kollektiv zahlreiche Produktionen in den Bereichen Theater, Performance, Oper, Festivals, Videoarbeiten und partizipative Veranstaltungen. Ihre Debütproduktion "Stop Being Poor" wurde beim Körber Studio Junge Regie mit dem Jurypreis ausgezeichnet und ging auf internationale Tournee.
Neben seiner künstlerischen Arbeit war Riipinen als Kurator für das Porsgrunn International Theatre Festival tätig und hat Projekte wie "Queer Resistance Movements" bei der Skien Kunstforening initiiert. Sein Werk bewegt sich zwischen Regie, Dramaturgie, Bühnenbild, Text und Performance, wobei er das Theater als sozialen Raum begreift, in dem das Zusammenleben selbst zum zentralen Drama wird.