Antigone
Der Krieg zwischen den Brüdern Polyneikes und Eteokles führt zu einer tiefen Spaltung in Theben. König Kreon verweigert dem gefallenen Polyneikes die Bestattung, was Antigone dazu bewegt, sich gegen das Gesetz zu stellen, um ihrem Bruder die letzte Ehre zu erweisen. Konflikte und Gewalt erschüttern nicht nur das Schlachtfeld, sondern auch die moralischen Grundlagen einer patriarchalen Gesellschaft. Antigones Akt des Widerstands, der mit dem Tod bestraft werden soll, bringt das autoritäre System ins Wanken.
Der georgische Regisseur Mikheil Charkviani stellt mit seiner ersten Inszenierung am Hessischen Staatstheater Wiesbaden eine demokratische Gesellschaft vor die Frage: Wie bereit seid Ihr, Eure moralischen Werte zu verteidigen?
Besetzung
"Es ist eine Inszenierung mit viel Tempo für den Drive des Dramatischen, der auf der Bühne im alten Stück Allmacht und Protest im politischen Alltag heute spiegelt. Regisseur Charkviani hat hierfür ein fein aufeinander abgestimmtes Ensemble geformt …" - Wiesbadener Kurier
Hinweis zur Inszenierung
Die Inszenierung thematisiert auf sprachlicher Ebene Krieg, Gewalt und Suizid. Es werden Videos mit Untertiteln eingeblendet, die Proteste, Widerstand und Kriegssituationen zeigen und beschreiben.