Der Besuch der alten Dame

Eine tragische Komödie von Friedrich Dürrenmatt

Die Stadt Güllen steht kurz vor dem Ruin. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Wirtschaft liegt brach. Doch am Horizont taucht ein Strahl der Hoffnung auf. Claire Zachanassian, gebürtige Klara Wäscher, kehrt in ihren Heimatort zurück, mitsamt der Milliarden, die sie durch einträgliche Heiraten und die anschließenden Scheidungen mittlerweile gemacht hat. Ganz Güllen hofft auf eine großzügige Spende, um sich endlich wieder finanziell zu sanieren.

Und Claire ist bereit zu spenden, denn sie ist auf Rache aus. Sie verspricht eine Milliarde für den Kopf von Hotelbesitzer Alfred Ill, der sie als junges Mädchen geschwängert hat und mit dem Kind sitzen ließ. Um die Vaterschaft zu leugnen, schmierte Ill sogar zwei Zeugen und einen Richter. Die Güllener lehnen das unlautere Angebot strikt ab. Wie lange hält die Moral der Stadtgesellschaft? Und ist Gerechtigkeit am Ende käuflich?

In Texas verwandelt Elon Musk mit seinen Milliarden den Ort Brownsville in seinen schwarz-weißen Weltraumtraum. In Frankreich sorgt Gisèle Pelicot dafür, dass die Scham die Seite wechselt. Friedrich Dürrenmatt vereint in seinem Klassiker "Der Besuch der alten Dame" brandaktuelle Themen und konfrontiert uns mit der Frage, ob in dieser Welt alles käuflich ist, auch die Moral. Regisseurin Lily Kuhlmann verwandelt die Geschichte in eine packende Horrorstory, aus der es für Alfred Ill kein Entkommen gibt. 

1 Stunde 30 Minuten, keine Pause
Premiere am
So 03 Mai 2026
16:00 Uhr Bühne 2
Im Anschluss: Publikumsgespräch im Zelt im Innenhof
So 03 Mai 2026
20:00 Uhr Bühne 2
Vagantenbühne Berlin
Bühne Lily Kuhlmann
Bühne und Kostüme Kaja Busch
Sounddesign Fyn Robin Grajetzky
Kamera und Schnitt Carl Bagnar
Dramaturgie Daniela Guse
Regieassistenz Alexander Schatte
Licht Janis Willhausen, Frederik Wohlfarth
Ausstattung Video Lena Reichl
Tonschnitt Video Johannes Tuchelt

Besetzung

Julius Ferdinand Brauer, Franziskus Claus, Luise von Stein, Urs Fabian Winiger
Video-Statisterie Jens-Peter Behrend, Christian Boit, Christian Deubner, Helmut Frenzel, Tim Otto Göbel, Jürgen Kottnitz, Luis Krummenacher, Philipp Lehfeldt, Peter Schwalbe, Christofer Zöckler
Pressestimmen

"Mit nur vier, aber eben vier großartigen Schauspielern auf der Bühne holt Regisseurin Lily Kuhlmann die Geschichte aus der eidgenössischen Betulichkeit. Erzählt den Racheakt in weniger als anderthalb Stunden in einer Mischung aus Horrorshow, Trash, Satire und Slapstick, aber ebenso mit anrührenden Momenten. Die Mischung funktioniert. Nicht zuletzt durch Kaja Buschs Ausstattung und Kostüme, durch den gewitzten Einsatz von Projektionen, Videos und Live-Kamera." – Uwe Sauerwein, Berliner Morgenpost