"MOMO" von Michael Ende erzählt die Geschichte eines Mädchens, das etwas Besonderes kann: Zuhören. In einer Welt, in der die Menschen immer weniger Zeit füreinander haben, begegnet Momo den geheimnisvollen grauen Gestalten. Sie überreden die Menschen dazu, Zeit zu sparen – und stehlen ihnen dabei genau das, was ihr Leben lebenswert macht. Momo, die bezeichnenderweise in einem Theater lebt, macht sich auf den Weg, das zurückzuerobern, was wirklich zählt.
Der Backstageklub des Münchner Volkstheaters bringt Michael Endes zeitlose Geschichte auf die Bühne. In Zusammenarbeit mit Refugio München erarbeitet Rebecca Maria Fischer ein inklusives Theaterprojekt mit 19 jungen Menschen im Alter von 12 bis 38 Jahren mit unterschiedlichen Talenten, Erfahrungen, Beeinträchtigungen und Perspektiven.
Durch die speziell für das Stück komponierte Musik von Danielle Lurie und vorproduzierte Schwarz-Weiß-Videos entstehen eigene Bild- und Klangwelten, in welchen die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt. Die grauen Gestalten bleiben dabei vieldeutig. Sie sind Bedrohung, innere Stimme und Spiegel unserer von Effizienz bestimmten Gegenwart. So wird "MOMO" zu einer gemeinsamen Erzählung über Empathie, Begegnung, Angst und das, was uns verbindet. Ein vielstimmiges, multiperspektivisches Stück – und eine Erinnerung daran, dass Liebe, Fantasie und Fürsorge sich sogar multiplizieren, wenn wir sie miteinander teilen.
Mit freundlicher Unterstützung der Freunde des Münchner Volkstheaters.