Teilweise erfährt das Publikum eine Brutalität und Wut, dann werden Mensch und Krankheit melancholisch, die Angst vor der Trennung, einer Kolektomie (einer operativen Entfernung des Dickdarms), wird spürbar. Immer wieder streamt der Performer mit seinem Handy ein Livevideo auf die Bildschirme. Das bietet allerdings bis auf wenige Ausnahmen kaum einen Mehrwert.
An einigen Stellen wirkt es, als würde Quast selbst nicht ganz wissen, wo er als nächstes hinwill. Das unendliche Vorführen der Krankheit verläuft sich nach und nach. Er strapaziert nicht nur die Geduld des Publikums, auch die Schamgrenzen werden immer wieder schonungslos überschritten. (Nicht nur, wenn er sich auf der Bühne liegend einen Einlauf verpasst.)