Merle Zurawski (they/them) lebt in Wien und arbeitet als Regisseur*in, Performer*in und Autor*in. Geboren und aufgewachsen in Oldenburg, begann Merle im Alter von fünf Jahren Theater zu spielen. Nach einer Dramaturgieassistenz am Theaterhaus Jena absolvierte Merle ein Regiestudium an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg, wo they als Stipendiat*in von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert wird.
Bereits während des Studiums inszenierte they am Nationaltheater Mannheim, am Schauspiel Stuttgart und am Theater der Stadt Aalen. Gastspiele tourten am Thalia Theater (Körber Studio für junge Regie 2024), in den Niederlanden (internationales Festival Gemaakt 2024), sowie am Staatsschauspiel Dresden/Hellerau (Fast Forward Festival für europäische junge Regie 2025). Auch das Filmdebüt "HAPPY EVER AFTER" erlangte internationale Aufmerksamkeit. Merles Texte werden regelmäßig veröffentlicht und landeten unter anderem auf der Short List für den Hans-Gratzer-Preis. Als Performer*in prägten Merle vor allem die Zusammenarbeit mit Christiane Pohle, Doris Uhlich und Ámelie Tambour.
Der Knotenpunkt zwischen verschiedenen künstlerischen Disziplinen, Spieler*innen die auf der Suche nach antikapitalistischen Erzählstrategien ins Schwitzen geraten, sowie die Frage, wer wir einst gewesen sein werden, sind wiederkehrende Themen in Merles Arbeiten. Diese zeichnen sich durch eine enge, diskursorientierte Zusammenarbeit mit Regieteam und Ensemble aus; dort, wo popkultureller Witz auf sinnlich erfahrbare utopische Potenziale trifft.