Drei Männer sitzen in einem felsenartigen Bühnenbild.
Auf dem Foto kniet ein Mann vor einem felsenartigen Bühnenbild. Ein zweiter läuft von ihm Weg und trägt eine Stirnlampe
Das Foto zeigt einen Mann, der aus einem Fenster blickt. Er trägt eine Stirnlampe und eine grüne Regenjacke.
Auf dem Foto liegt ein Mann auf dem Boden. Hinter ihm auf einem felsenartigen Bühnenbild liegen ebenfalls zwei Personen leicht bekleidet.

Der Bau

nach der Erzählung von Franz Kafka

Was könnte nicht alles geschehen! Gut, dass das Tier in Kafkas Erzählung vorgesorgt hat. In einem riesigen, unterirdischen Bau mit einem Labyrinth von Gängen hat es sich verschanzt, bergeweise Vorräte angelegt, mit Zähnen und Klauen zur Verteidigung bereit. Am liebsten würde es sein Erdreich gar nicht mehr verlassen, das Ergebnis blut- und schweißgetränkter Arbeit, sein Lebenswerk und ganzer Stolz. Endlich nun die Früchte ernten, die Stille und den Überfluss genießen – doch zwanghaft grübelt das Tier über Schwachstellen in der Konstruktion des Baus, Sicherheitslücken, Versäumnisse vergangener Tage, die im Nu alles zunichtemachen könnten. Da durchbricht ein rätselhaftes Geräusch die Stille. Nachbarn? Eindringlinge? Wasserschaden? Fieberhaft jagt das Tier durch seine Höhlen, um die Ursache auszumachen. Plötzlich wird der Bau zur Falle und die Suche nach dem unsichtbaren Feind zum Kampf mit dem eigenen Ich.

 

1 Stunde, keine Pause
Premiere am
Regie Mirjam Loibl
Bühne & Kostüme Thilo Ullrich
Dramaturgie Rose Reiter
Licht Björn Gerum
Trailer
Pressestimmen

"Jürgens, O'Mara und Link hängen sich da flink, gelenkig und beim Entkleiden mit Sinn fürs Skurrile rein, bis der Schweiß fließt; genauso überzeugend, wie sie die auf eine Stunde gekürtzen Worte Franz Kafkas gestalten." (Münchner Merkur)

"[...] ein Fragment, das während diesem Seuchen-Sommer in der Münchner Theaterlandschaft eine ganz besondere Leuchtkraft entwickelt, obwohl der Schauplatz unter der Erde liegt." (Abendzeitung)