Im Wasser sind wir schwerelos

nach dem Roman von Tomasz Jedrowski, Deutsche Übersetzung von Brigitte Jakobeit

Warschau, 1980. Unter der gleißenden Sonne des sozialistischen Polens reist der 22-jährige Ludwik zu einem Ernteeinsatz, zu dem die Partei ihn und seine Altersgenossen verpflichtet hat. Zwischen politischem Drill und jugendlicher Aufbruchsstimmung begegnet er Janusz. Die beiden verbringen magische Tage an einem verborgenen See und verlieben sich. Sein früheres Leben hinter sich gelassen wie eine abgestreifte Haut beginnt für Ludwik ein neues Kapitel.

Zurück in der Stadt prallt die Leichtigkeit heißer Sommertage auf die Realität politischer Repressionen. Ludwiks Liebe zu Janusz ist hier undenkbar. Inmitten einer Welt im Umbruch und Polens Kampf gegen die Diktatur schlägt sich Ludwik seinen eigenen Weg der Anerkennung und sexuellen Befreiung, bis er schließlich seine Flucht in den Westen plant. Janusz will dagegen jeder Konfrontation aus dem Weg gehen und entscheidet sich für eine Karriere innerhalb des sozialistischen Systems. 

In fesselnden bildhaften Episoden erzählt Tomasz Jedrowski in seinem gefeierten Debütroman von erdrückenden gesellschaftlichen Umständen und dem Ringen um eine (un)mögliche Liebe. In seiner ersten Inszenierung in Deutschland entspinnt der niederländische Regisseur Koen Verheijden daraus eine intime Coming-of-Age-Inszenierung. Mit poetischer Kraft folgt er der Sehnsucht nach Freiheit und fragt, was es bedeutet, seine Identität zu verleugnen und welchen Preis man zahlt, um aufrecht durchs Leben zu gehen.

Deutschsprachige Erstaufführung
Premiere am
Premiere Do 25 Feb 2027
20:00 Uhr Bühne 2
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