Nach einem Unfall liegt Michaela im Wachkoma. An ihrem Bett hat sich ihre Familie versammelt – ihr Mann, ihre Tochter, ihre Schwester und deren Ehemann, mit dem Michaela eine Affäre hatte. Von den Ärztinnen und Pflegekräften ermuntert, spricht die Familie mit Michaela, erzählt ihr Geschichten aus der Vergangenheit, ist gleichzeitig mit dem Alltag beschäftigt. Es tut sich ein Schattenreich zwischen Leben und Tod auf, aber auch eine Halbwelt menschlicher Beziehungen, unerfüllter Träume und ungelebter Sehnsüchte. Genügen die durch ihre Familie wachgerufenen Erinnerungen, damit Michaela wieder aufwacht?
"Koma" wird – wie in der Partitur vorgeschrieben – teilweise in kompletter Dunkelheit gespielt. Zwischen Szenen im Hellen sowie im Halbdunkel tauchen Musiker*innen, Sänger*innen, Schauspieler*innen und Publikum gemeinsam in eine Zwischenwelt ein. Die Oper bildet den letzten Teil der "Schwetzinger Trilogie" von Georg Friedrich Haas und Händl Klaus und erzählt von physischem Widerstand, den Michaelas Körper leistet. Damit fügt "Koma" sich in das Überthema Widerstand des "Ja, Mai"-Festivals ein.
Eine Koproduktion der Bayerischen Staatsoper mit dem Münchner Volkstheater