Nathan der Weise

Als Nathan, ein wohlhabender Jude, von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass seine Tochter Recha dank eines christlichen Tempelherrn vor dem Feuertod bewahrt wurde. Daja, gläubige Christin und Gesellschafterin in seinem Hause, sieht darin ein göttliches Wunder. Recha und ihr junger Retter verlieben sich, doch Nathan hat zunehmend Vorbehalte. Indes gehen Sultan Saladin, dem muslimischen Herrscher der Stadt, die Gelder aus, die er für eine Fortsetzung des Krieges mit den Katholiken benötigt. Er befolgt den Ratschlag seines Bruders Melek und lässt Nathan zu sich rufen. Bevor er diesen um ein Darlehen bittet, stellt er ihm die Frage nach der wahren Religion. Nathan hilft sich mit einem schlauen Einfall und erzählt Saladin ein Märchen: die Ringparabel.

Lessings Drama spielt in Jerusalem, der Stadt der Weltreligionen, zur Zeit der Kreuzzüge. Es zeigt die Verwandtschaft von Judentum, Christentum und Islam und handelt von der Idee einer aufgeklärten Humanität. Nathan der Weise erzählt von religiösem Fanatismus und proklamiert das Prinzip friedliebender koexistierender Religionen in einer toleranten Gesellschaft.

3 Stunden, eine Pause
Premiere am
Bühne & Kostüme Stefan Hageneier
Musik Tom Wörndl
Dramaturgie David Heiligers
Licht Günther E. Weiss

Besetzung

Saladin Pascal Fligg
Nathan August Zirner
Melek Max Wagner
Temepelherr Jakob Geßner
Al-Hafi Mehmet Sözer
Klosterbruder Jonathan Müller
Trailer
Pressestimmen

"Der junge Regisseur Abdullah Kenan Karaca […] fetzte eine witzig überzeichnete Komödie auf die Bühne, welche mit allen Mitteln der Unterhaltung punktete." (Passauer Neuer Presse)

"[…] die Krone setzt diesem fein austarierten Theaterabend Carolin Hartmann als Mathilde von Zahnd auf. Die Leiterin des Sanatoriums kann Diva, sie kann aber auch Furie, sie weiß was Krokodilstränen sind, und verabschiedet sich im Größenwahn." (Augsburger Allgemeine)

"Allerlei tolle Räume hat Vincent Mesnaritsch schon geschaffen, diesmal aber ist ihm für Dürrenmatts 'Die Physiker' ein besonders auffälliges, stimmiges Bühnenbild geglückt." (Süddeutsche Zeitung)