Das Buch basiert auf den Blog-Beiträgen, die Herrndorf ab der Diagnose eines Hirntumors bis kurz vor seinem Selbstmord geschrieben hat. Was macht diese Texte auch für Leute spannend, die ihn als Autor nicht so gut kennen?
Das Spannende an dem Text ist, dass es nicht nur um eine individuelle Existenz geht oder über ein Schicksal. Herrndorf schafft es, dass auch Leute, die sein literarisches Werk vielleicht nicht kennen, sich mit seiner Situation identifizieren können. Ich wollte auch nie ein Herrndorf-Oratorium oder eine Herrndorf-Messe machen, wo man Insiderwissen mit Leuten teilt, die die Texte ohnehin schon kennen. Mir war immer eine Art von universeller Herangehensweise wichtig, dass auch Leute etwas aus dem Abend rausziehen können, die die Texte von Herrndorf nicht kennen. Dass man also universeller andocken kann und sich im besten Fall Fragen über sein eigenes Leben, über seinen eigenen Tod, über seine eigene Familie stellt.