Philophobia
Louise hat ihr Zelt im Schwarzwald aufgebaut, um in Ruhe über ihre Beziehung nachzudenken: Was will sie von der Zweisamkeit und gibt es die überhaupt ohne Abhängigkeit und Kontrolle? Als sie aus ihrem Zelt tritt, bietet ihr Faust, der sich vermeintlich mit der Liebe auskennt, seine Hilfe an. Während beide auf dem weichen Moos Platz nehmen, um einfach nur über Gefühle zu reden, streifen weitere Gestalten durch den friedlichen Wald: Eros und Tanna, zwei Aliens auf der Suche nach Anerkennung durch die Erd-Menschen; ein Vampir, deren Liebe durch den Magen geht und ein Maschinen-Mensch, der auf das Herz als Vermittler setzt. Als sich die Nacht über den Wald legt, nehmen die Unbekannten gemeinsam Platz am Lagerfeuer und erkunden neue Varianten des Miteinanders. Lassen sich so die Ängste vor der Begegnung mit dem Anderen transformieren?
In seiner ersten Arbeit am Münchner Volkstheater versammelt der Regisseur und Performancekünstler Heiki Riipinen Gestalten aus unserer kollektiven Fantasie in einer weichen Alternative zu unserer harten Außenwelt. Alle in dieser fremdartigen Schicksalsgemeinschaft bringen eine eigene Geschichte vom Wunsch nach Verbindung und dessen Herausforderung mit. In neuer Verbundenheit versuchen sie, ihre Angst vor der Liebe anzuerkennen, um wenigstens für eine Nacht nicht alleine zu sein.
Machen Sie es sich gemütlich: Nehmen Sie Platz auf dem Teppich, Sitzsäcken oder Stühlen. Ziehen Sie gerne Ihre Schuhe aus. Alternativ bieten wir Schuhüberzieher an.
Besetzung
"Es geht um Liebe. Um die Angst davor, die Sehnsucht danach, es geht um etwas abenteuerliche Sexualpraktiken, die doch nur der Überwindung der Einsamkeit dienen sollen. Für den Moment der Aufführung ist diese überwunden. […] Und man weiß: So fabelhaft großartig hat man dieses Ensemble bislang kaum gesehen, weil alle das machen dürfen, worin sie zu Hause sind." – Süddeutsche Zeitung
Hinweise zur Inszenierung
- Besondere Sitzsituation: Nehmen Sie Platz auf dem Teppich, Sitzsäcken oder Stühlen. Ziehen Sie gerne Ihre Schuhe aus. Alternativ bieten wir Schuhüberzieher an.
- Nacktheit
- Es werden explizit sexuelle Handlungen sprachlich verhandelt.