Ist eure Musik und die Performance dazu improvisiert? Ist jede Performance dann gleich oder variiert sie Abend für Abend?
Michael: Nun ja, in diesem spezifischen Konzert variiert das zwischen den verschiedenen Teilen, die wir performen, sehr. Zum Beispiel: Der erste Teil von Fraz Ireland ist ein Stück, in dem die Partitur ein geschriebenes Menü ist. Die Idee ist, dass wir diese Gerichte haben, die wir bestellen sollen, aber wie wir das machen, ist uns Performern überlassen. Auf eine Art ist das improvisiert. Aber es gibt auch eine Sequenz mit einem Video, die immer gleich bleibt. Es variiert also von Szene zu Szene.
Ihr nutzt auch die Musik anderer Komponist*innen. In diesem Stück seid ihr also vor allem Performer. Was denkt ihr, ist das Spannende an dieser performativen Arbeit?
Dylan: Der Fakt, dass wir interpretieren, nicht nur im Sinne von performen, weil manche der Stücke, wie beispielsweise das erste, uns als Performern auf eine sehr kreative Art und Weise beansprucht. Wir haben die Umsetzung dieses Stücks selbst im Probenprozess inszeniert und die Reihenfolge des Konzerts noch sehr kurz vor der ersten Performance verändert. Wir haben auch besondere Recherchen gemacht. Zum Beispiel haben wir untersucht, was das Tier, für das wir performen, für Geräusche gehört hätte, oder welche Geräusche es gemocht hätte. Wir haben also Artikel über das Gehör von Schweinen gelesen, und Studien über musikalischen Genuss bei Schweinen. Und ihre Ernährung.
Also seid ihr jetzt Schweineexperten. Nicht schlecht.
Michael: Das kann man so sagen.