Die Vorstellung, die ich in Innsbruck gesehen habe, war sehr voll und kam gut an – wie hat denn das Publikum insgesamt reagiert?
Wir hatten zunächst nur acht Vorstellungen in einer kleineren Spielstätte geplant. Wegen der großen Nachfrage gab es dann immer weitere Zusatzvorstellungen auf der größeren Bühne. Das Ensemble erzählt mir zwar auch, dass es immer Leute im Publikum gibt, die sehr finster dreinschauen, aber das ist ja auch eine ganz gute Bestätigung. Ich finde es gut, wenn es die Leute erwischt und sie danach noch weiter darüber diskutieren.
Das Stück bietet ja viele Möglichkeiten, sich mit dem Inhalt nicht wohl zu fühlen. Auch wenn man selbst kein Seilbahnbesitzer oder Ischgl-Fan ist, sondern einfach nur gerne Ski fährt, wird einem schmerzlich bewusst, dass das wohl leider nicht das Konzept der Zukunft ist.
Das wissen ja im Grunde alle, auch die Leute in der Tourismus-Branche. Umso heftiger ist es, wie veränderungsresistent da viele sind. Alle wissen eigentlich, dass der Klimawandel das alles verunmöglicht. Und natürlich gibt es auch Strömungen, die sich für den Erhalt der Natur und gegen den Massentourismus einsetzen. Auf der anderen Seite sind in diesem Bereich eben Politik und Wirtschaft so eng miteinander verknüpft, dass die Spielregeln für einander gemacht werden.