Laut des Länderinstituts für Bienenkunde im brandenburgischen Hohen Neuendorf fliegt die fleißige Honigbiene mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 Stundenkilometern täglich bis zu 15 Mal aus ihrem Stock. Das muss sie auch, denn um auf ein Kilogramm Honig zu kommen, muss eine Biene rund drei Kilo Nektar sammeln – dabei, so die Experten, kommt sie allein bei einem Umkreis von 800 Metern auf eine Flugstrecke von 40.000 Kilometern. Also einmal um die Welt. Miriam Smolka, die seit sieben Jahren Bienen hält, bekommt pro Volk etwa 30 Kilogramm Honig, den sie dann an Familie und Freunde verschenkt. Eine kleine Menge, aber: "Mir geht es auch gar nicht um den Ertrag", erklärt sie, vielmehr wolle sie etwas zum Erhalt dieser so bedrohten Spezies beitragen, deren größten Feinde Milben, Viren und Menschen sind.
Bienen sind nicht nur für die biologische Vielfalt und ein funktionierendes Ökosystem unbedingt notwendig, sondern bestäuben auch etwa ein Drittel aller landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Laut Greenpeace ist etwa jeder dritte Bissen, den wir zu uns nehmen, von der Bestäubung durch Insekten abhängig. Allein im Winter 2020/2021 seien in Deutschland bis zu knapp 15 Prozent aller Bienenvölker gestorben, so das Ergebnis einer Befragung des Deutschen Imkerbunds unter 14.000 Imkern. Besonders schlecht geht es jedoch den Wildbienen, von denen knapp die Hälfte aller Arten gefährdet oder bereits ausgestorben ist.