1) Crip engl. = Krüppel Dan Daw identifiziert sich selbst als Crip, ein wieder-angeeigneter Begriff den manche Menschen mit Behinderung zur Selbstidentifikation verwenden – ähnlich wie queer oder Tunte, die auch mal Schimpfworte waren (und es immernoch sind) und zu stolzen Selbstzuschreibungen wurden.
2) Submissive oder kurz "sub" ist ein Begriff aus dem Sprachgebrauch des BDSM (siehe Fußnote 4) und bezeichnet in einem Spiel um Dominanz und Unterwerfung den:die Spielpartner:in, der:die sich seinem:ihren Gegenüber, dem Dominant, kurz "dom", hingibt.
3) Leadership, abgeleitet von "to lead" = "anführen", bezeichnet im Englischen unter anderem die Fähigkeit, andere anzuleiten, also die Führungsqualitäten eines Menschen. Das betrifft auch die Möglichkeit, auf Basis der eigenen Werte und Visionen Räume zu prägen und anderen Menschen eine Richtung vorzuschlagen.
5) Kink ist ein Oberbegriff für nicht-normative sexuelle Praktiken, Fantasien und Konzepte. Eine KinkSzene kann eine Verabredung zwischen mehreren Spielenden sein, die sich oftmals nach einem zuvor genau ausgehandelten, auf Basis der jeweiligen Bedürfnisse und Grenzen festgelegten Plan treffen, um ihr Begehren auszuleben und Spaß zu haben.
6) Der Begriff Inspiration Porn wurde 2012 von der Komödiantin und Journalistin Stella Young geprägt. Ein TED-Talk von Young zu dem Thema findet sich hier.
7) BDSM ist eine vielgestaltige Abkürzung, gebildet aus den englischen Bezeichnungen "Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism". Der Begriff entstand zunächst in den 1990er Jahren in der Alltagskultur und wird inzwischen auch in der wissenschaftlichen Literatur verwendet, um sexuelle und sexualisierte Spielformen zu bezeichnen, in denen es im weiteren Sinne um Dominanz und Unterwerfung, Lustschmerz und Fesselspiele geht.
8) Messy kann vieles bedeuten. Unter anderem "unordentlich" oder "schmutzig". Ebenso auch "chaotisch" und "unkalkulierbar". Dan verwendet diesen Begriff mehrmals in der Aufführung und bezeichnet sich selbst in spielerischer Herabwürdigung seiner selbst als "Messy Bitch" und meint damit unter anderem seinen Wunsch, zugleich die Kontrolle zu behalten und sich seinem Partner hinzugeben (auch als "topping from the bottom" bekannt – aber dafür mach ich jetzt nicht noch eine Fußnote…)