Seit seiner Entstehung vor 150 Jahren hat der Vieh- und Schlachthof eine große Rolle im Wirtschaftsleben der Stadt gespielt und Arbeiter*innen aus vielen verschiedenen Ländern angezogen, die bis heute das Viertel prägen.
Wenige Monate nach der "Machtergreifung" Hitlers 1933 entstanden in ganz München Stadtteilgruppen kommunistischer Widerstandskämpfer*innen. Die größte Gruppe war im Schlachthofviertel aktiv.
Im Mai 1919 wurde die Münchner Räterepublik von bayerischen Regierungstruppen und Freikorps gewaltsam niedergeschlagen. Auf erbitterten Widerstand stießen sie dabei vor allem im Schlachthofviertel. Wenige Dokumente zeugen davon.
In München wurde im 19. Jahrhundert nahezu überall in der Stadt geschlachtet. Die Hygienezustände waren katastrophal. Der Bau eines zentralen Schlachthofs sollte Abhilfe schaffen.