Der sitzt hinter seinem Instrument, eine Mischung aus akustischem Schlagzeug, Drum-Synthesizern und Effekten, und wartet auf den Einsatz. Gerade findet erstmals die Probe auf der großen Bühne statt. "Von dort hinten erkenne ich gar keine Gesichter mehr", scherzt Yannilos über die weite Distanz zwischen ihm und dem Theatersaal. Vor ihm stehen und sitzen die Schauspieler*innen auf der Bühne, gehen ihre Dialoge durch oder notieren noch kleine Änderungen in ihren Textbüchern. Mit einem Handzeichen von Claudia Bossard startet Yannilos sein Spiel und der Probendurchlauf beginnt. Mit der Bassdrum gibt er einen tief wummernden Takt vor, während er eine von ihm vorproduzierte Soundcollage dazu schaltet. Ein Wust aus Stimmen ist zu hören, Teller klappern, als würden sie gerade von einem Tisch abgeräumt werden. Darüber legt sich das stetige Ticken einer Uhr. Gegen diese Geräuschüberlagerungen, die an die Atmosphäre in einem Restaurant erinnern, spielt das Ensemble in einer Szene im Lungensanatorium in den Schweizer Bergen an, dort wo die Handlung von Thomas Manns genau vor 100 Jahren erschienenen Romans stattfindet.