Personen spielen auf einer Bühne mit Kunstschnee. Dieser wird noch zusätzlich von einem großen Ventilator aufgewirbelt.
Ensemble (c) Gabriela Neeb
Ein Mann in neongrünen Sweatshirt steht auf einer Bühne, im Hintergrund ist Nebel.
Jan Meeno Jürgens (c) Gabriela Neeb
Im Vordergrund zwei Menschen mit Skianzug. Im Hintergrund sitzen Menschen an einer gedeckten Tafel.
Liv Stapelfeldt, Alexandros Koutsoulis, Jan Meeno Jürgens, Luise Deborah Daberkow (c) Gabriela Neeb
Ein Mann im neongrünen Sweatshirt gestikuliert neben ihm ein rauchender Mann, der sich eine Decke umgewickelt hat.
Jan Meeno Jürgens, Steffen Link (c) Gabriela Neeb
Mehrere Menschen sind auf einer Bühne verteilt. Der Fokus ist ein singender Mann in einem blauen Pelzmantel.
Ensemble (c) Gabriela Neeb

Der Zauberberg

"Die Geschichte Hans Castorps ist sehr lange her. Sie ist sozusagen schon ganz mit historischem Edelrost überzogen und unbedingt in der Zeitform der tiefsten Vergangenheit vorzutragen. Sie verdankt jedoch den Grad ihres Vergangenseins nicht eigentlich der Zeit, – eine Aussage, womit auf die Fragwürdigkeit und eigentümliche Zwienatur dieses geheimnisvollen Elementes hingewiesen sei. Die hochgradige Verflossenheit unserer Geschichte rührt daher, dass sie vor einer gewissen, Leben und Bewusstsein tief zerklüftenden Wende und Grenze spielt. Sie spielte und hat gespielt vormals, ehedem, in den alten Tagen, der Welt vor dem großen Kriege, mit dessen Beginn so vieles begann, was zu beginnen wohl kaum schon aufgehört hat."

Drei Wochen möchte Hans Castorp bei seinem Vetter im Lungensanatorium in den Davoser Hochalpen bleiben. Es sollen schließlich sieben Jahre werden, die er dort verbringt. Immer tiefer greift die Faszination für diesen seltsamen Ort, an dem andere Gesetze gelten, sogar eine andere Zeit scheint hier abzulaufen. Er wird mit skurrilen Gestalten konfrontiert, die ihn mit intellektuellen Höhenflügen umkreisen und auch mit einer berauschenden Verliebtheit, die ihn im Bann des Zauberbergs gefangen hält. Thomas Manns Jahrhundertroman verwebt Themen wie Krankheit, Liebe, Tod und die Rätselhaftigkeit der Zeit zu einem schillernden Kaleidoskop. Er erzählt dabei auch von einer Gesellschaft, die sich auf die Spitze des Kontinents zurückzieht, um der drohenden Katastrophe nicht ins Auge blicken zu müssen.

3 Stunden 50, eine Pause
Premiere am
Di 16 Apr 2024
18:30 Uhr Bühne 1
So 26 Mai 2024
18:30 Uhr Bühne 1
Sa 15 Jun 2024
18:30 Uhr Bühne 1
Bühne & Kostüme Romy Springsguth
Mitarbeit Bühne Yuni Hwang
Live Musik Alexander Yannilos
Licht Björn Gerum
Dramaturgie Leon Frisch
Regieassistenz Malin Kraus
Ausstattungsassistenz Felix Loeffelholz von Colberg

Besetzung

Hans Castorp Jan Meeno Jürgens
Joachim Ziemßen Steffen Link
Clawdia Chauchat Liv Stapelfeldt
Hofrat Behrens Luise Deborah Daberkow
Ludovico Settembrini Jakob Immervoll
Dr. Krokowski Nina Steils
Concierge Lorenz Hochhuth
Saaltochter Anton Nürnberg
Mynheer Peeperkorn Pascal Fligg
Trailer
#ImGespräch
Pressestimmen

"In Momenten wie diesen [im Schneesturm] bringt Bossard den Stoff zum Glühen, in anderen unterhält sie mit Slapstickiaden [...]." - nachtkritik

"Dieser Zauberberg beeindruckt also vor allem durch seine Ensembleleistung; [...]" - TZ

"Auf Heilanstalt-Ambiente verzichtet Bossard. Gespielt wird bei ihr auf nackter Bühne, die man so leer und groß noch nie in einer Inszenierung gesehen hat, seit der Münchner Volkstheater Neubau im Herbst 2021 eröffnet wurde. Allein der riesige Raum ist ein Erlebnis." - Bayern2

Hinter den Kulissen
Wenn am 20. Januar "Der Zauberberg" in der Regie von Claudia Bossard seine Premiere feiert, stehen nicht nur die Schauspieler*innen im Rampenlicht, sondern auch ein Musiker und sein Schlagzeug.

Hinweise zur Inszenierung

  • Einsatz von Schreckschüssen
  • Die Inszenierung thematisiert Krieg und Suizid