"Kluges Kopftheater mit Schauder entsteht. Denn Bihler will nicht von einem ehemaligen Frauenbild erzählen, sondern von einem rückwärtsgewandten, das nur allzu gerne wieder hervorgekramt wird. [...] In dieser gewaltsam hierarchischen Welt werden [Frauen] immer verlieren, diesen Schrecken hat Lucia Bihler perfekt ästhetisiert." - Süddeutsche Zeitung
"Mit wenig Worten und viel Körperlichkeit erzählen die durchweg starken Schauspieler*innen eine Geschichte, die 100 Jahre alt ist und doch in vieler Hinsicht zeitlos. In einer präzisen Choreografie der Grenzüberschreitungen macht Bihler die Mechanismen der Macht und Ohnmacht sichtbar und das, was sie für die einzelnen bedeuten." - Theater der Zeit
"Haltlosigkeit ist das dominierende Gefühl in dieser Inszenierung. Mit der gelben Rampe, die im Laufe des Abends zunehmend in Schräglage gerät, hat Jessica Rockstroh ein minimalistisches, effektives Bühnenbild geschaffen, das die Figuren ins Rutschen bringt." - Abendzeitung
"Wie diese wundertraurige, verzweiflungsinnige Beziehung [zwischen Berta und Karl] gestaltet ist, wird zum Meisterstück von Regisseurin Bihler und dem Paar Nagel und Gutmann. Sie überzeugt bis ins Innerste." - Münchner Merkur