Die Zuschauer*innen bekommen intime Einblicke in Herrndorfs Leben nach und mit der Diagnose. Sie erleben seine Strahlentherapie mit und seinen Alltag. Immer hektischer wird es auf der Bühne, Strobolicht setzt ein, es werden Polaroids gemacht und "Tschick" erreicht 100.000 verkaufte Exemplare in Rekordzeit.
Zahllose MRTs später: Der Hirntumor wächst weiter, man sieht die Fahrt über eine schwarz-weißen Landstraße auf der Leinwand, schließlich heben sich die Wände der Wohnung. Alles, was bleibt, ist das Interior. Herrndorfs Welt löst sich langsam, aber sicher auf. Im letzten Abschnitt werden Texte aus seinem Blog in weißer Schrift auf die ganze Bühne projiziert. Der Abend ist eine emotionale Hommage an Wolfgang Herrndorf, die dem Publikum Lacher entlockt, die teilweise aber im Hals stecken bleiben.