Um all diese Feinheiten im Vorfeld austesten zu können, proben Schauspieler*innen in der Regel mit Platzhaltern. Das heißt, es werden Kostüme aus dem Fundus genommen, die den späteren Kostümen, die sich noch in der Produktion befinden, ähneln. Durch den speziellen Aufwand für "Die Zofen" sieht das jedoch anders aus, wie Maßschneiderin Annette Schöwel erzählt: "Normalerweise kommen wir mit den Originalkostümen eher zu den Endproben dazu. Aber wenn die Kostüme so aufwendig sind, dass man bei Änderungen rechtzeitig reagieren muss, macht es Sinn, möglichst früh dabei zu sein. Insofern war es wichtig, dass wir mit den Kleidern schon so weit waren, dass man sie anziehen kann." Leonie Falk sieht es genauso: "Das war sehr hilfreich. Annette und ihr Team konnten so genau sehen, was wir machen und warum bestimmte Dinge noch geändert werden müssen."
Eine Arbeitsweise, die sich Leonie Falk auch in Zukunft vorstellen könnte: "Die Bühne und die Kostümabteilung sind oft stark separiert. Die Menschen in den Werkstätten bekommt man meistens nicht zu Gesicht. Es wäre ein sehr spannender Versuch, deren Arbeit stärker in die Proben zu integrieren." Mit ihrer Arbeit an "Die Zofen" wäre immerhin schon mal der Anfang gemacht.