Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

Die Wirtschaftskrise breitet sich über ganz Chicago aus. Besonders dem Gemüsehandel geht es schlecht. Um sein Geschäft zu retten, muss der Karfioltrust kreativ werden. Arturo Ui bietet seine Hilfe an, doch mit ihm und seiner Gangsterbande wollen die Geschäftsmänner nichts zu tun haben. Stattdessen verwickeln sie den angesehenen Politiker Dogsborough in eine Intrige. Und Arturo Ui, der Wind von der Korruption zwischen Karfiolgeschäft und Politik bekommt, wittert seine Chance. Stück für Stück spielt er die anderen Akteure gegeneinander aus und reißt die Macht an sich. Wer ihm in die Quere kommt, wird beseitigt. Schon bald kontrolliert Ui mit seiner Bande das komplette Karfiolgeschäft. Doch damit nicht genug: Neben Chicago soll auch der Nachbarort Cicero unter seine Fittiche.

1941 schreibt Bertolt Brecht seinen "Arturo Ui" binnen weniger Wochen im finnischen Exil. Die Macht der Nationalsozialisten befindet sich auf ihrem Höhepunkt und Brecht plant seine Ausreise nach Amerika. Den Aufstieg der Faschisten in Europa verlegt er ins Gangstermilieu Chicagos und führt am Machtausbau Arturo Uis vor, wie sich Profitgier und Faschismus die Hand reichen.

2 Stunden 50 Minuten, eine Pause
Premiere am
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Bühne und Kostüme Stefan Hageneier
Mitarbeit Kostüme Paula de la Haye
Lichtdesign David Jäkel
Dramaturgie Hannah Mey
Regieassistenz Yuan Yi Danneil, Orlando Lenzen
Bühnenbildassistenz Ines Grassmann
Kostümassistenz Julie Fritsch

Besetzung

Arturo Ui Anton Nürnberg
Ernesto Roma Alexandros Koutsoulis
Giuseppe Givola Cedric Stern
Emanuele Giri Nils Karsten
Dogsborough / Ein Schauspieler Pascal Fligg
Sheet / Ignatius Dullfeet Baran Sönmez
Betty Dullfeet / Dockdaisy Luise Deborah Daberkow
Pressestimmen

"Theater darf auch Unterhaltung sein. Christian Stückl zeigt das souverän mit seinem 'Arturo Ui'. Er macht aus dem Brecht-Stück nicht nur eine Gangster-Erzählung, sondern einen Gangster-Theater-Movie. [...] Mit diesen Kniffen lullt Stückl sein Publikum geschickt ein. Und erst langsam sickert es ins Bewusstsein, wie leicht man sich umgarnen lässt, ohne schockiert zu sein. Gewalt, Tote, Unterdrückung überall, ist doch eine herrliche Unterhaltung. […] Ist ja alles nur Spaß, oder?" - Süddeutsche Zeitung

"Eine großartige Unterbrechung eines manchmal moralinsauren Theaters, mit dem Brecht die Menschen erziehen wolle." - Schwäbische Zeitung

"Pascal Fligg [kann] als verlotterter Mime all seine Komödiantik ausspielen und frappierend übergangslos demonstrieren, wie leicht wir einer rhetorisch rasant vorgetragenen Ansprache erliegen. Das sind nicht die einzigen Glanzlichter des Abends; ganz viele setzen das Ensemble mit Verve und Witz sowie die klug dosierenden Musiker Tom Zimmer und Max Bloching samt 'Tannhäuser' und 'Badenweiler Marsch'." - Münchner Merkur

Auf dem Blog

Hinweise zur Inszenierung

Während der Vorstellung kommt es zum Einsatz von Schreckschusswaffen und Zigaretten.