Das Stück wirkt dabei sehr aktuell, wenn man sich gewisse Persönlichkeiten in der Politik anschaut.
Deshalb haben wir die Geschichte in der Hinsicht nochmal um eine Draufsicht verlängert, in der es darum geht, was mit den Personen danach passiert. Wie mit Eve, die Opfer des Machtmissbrauchs wird und sich im Nachhinein weiterhin mit dem Vorfall beschäftigen muss. Oder Personen, die das Verfahren verlassen und dafür sorgen, dass man mundtot gemacht wird. Das könnte aktueller nicht sein. Deswegen ist es für mich auch sehr aufregend, das zu machen. Der Abend verhandelt große Themen.
Wobei "Der zerbrochne Krug" ein Lustspiel ist.
Es ist ein Lustspiel, das stimmt. Aber ich suche in dem Stück überhaupt nicht die Komödie. Trotzdem ist sie natürlich da. Es ist an einigen Stellen auch lustig, aber die Inszenierung ist nicht auf die große Komödie aus und ich bin gespannt, wie die Zuschauer*innen darauf reagieren werden.
"Der zerbrochne Krug" von Heinrich von Kleist in der Regie von Mathias Spaan ist ab 16. Mai 2024 auf Bühne 1 im Münchner Volkstheater zu sehen.